Bandagen – vielseitige Helfer bei Sport und Reha

Sportschützer BandagenBandagen schützen und stützen unsere Gelenke. Sie helfen entweder, Verletzungen durch Überbelastung zu vermeiden oder stabilisieren bereits geschädigte Körperpartien nach Krankheit, Unfällen oder Operationen.
Anders als bei Orthesen oder Schienen wird die Bewegung mit einer Bandage nicht eingeschränkt, denn sie besteht überwiegend aus elastischen und formenden Materialien.
Ist bereits eine Verletzung vorhanden, beschleunigen Bandagen die Heilung und verringern die Schmerzen. Durch ihre stützende Wirkung ist es möglich, den betroffenen Körperteil schon sehr früh wieder zu bewegen und Schäden durch lange Schonzeiten und Immobilität zu vermeiden.
Bandagen sorgen auch dafür, dass sich Ödeme und Blutergüsse schneller zurückbilden. Spezielle Wärme- oder Kältebandagen unterstützen die Heilung durch zusätzliche Temperatureinwirkungen.
Werden Bandagen zur Vorbeugung von Verletzungen getragen, stützen und stabilisieren sie gefährdete Gelenke. Besonders Sprunggelenke, Handgelenke und Kniee sind beim Sport großen Belastungen ausgesetzt. Eine Sportbandage entlastet diese Körperpartien und sorgt für sicheren Halt.

Wirkungsvolle Unterstützung für das Nervensystem

Neben diesen positiven Eigenschaften auf das Gelenk und das umliegende Gewebe haben Bandagen jedoch auch Auswirkungen auf das Nervensystem. Der Druck der Bandage reizt die Rezeptoren der Haut und die tiefer liegenden Gelenkrezeptoren (=Propriozeptoren). Propriozeptoren geben normaler Weise Dehnungsgrad von Bändern und Muskeln an die motorischen Zentren im Rückenmark und im Gehirn weiter. Auch die Stellung der Gelenke und die Art und Dauer der Belastung werden erfasst. Sind diese Propriozeptoren durch Krankheit oder Verletzung gestört, hilft die Bandage durch ihren Druckreiz, Hautzellen zu Hilfsrezeptoren umzubauen. Dadurch gelingt es oft, die Reizleitung zwischen Gelenk und Gehirn zu verbessern. Motorische Eigenschaften und gelenksichernde Funktionen werden dadurch erheblich verbessert.
Bandagen können durch diese simple Druckausübung Schädigungen an den Nerven des betroffenen Gelenks kompensieren. Eine sehr hilfreiche Funktion bei der Rehabilitierung nach Operationen, Verletzungen oder Gelenkerkrankungen wie Rheuma und Arthrose.

Welche Bandage ist die richtige?

EllbogenbandageGute Bandagen haben ihren Preis. Hochwertige Materialien und sorgfältige Verarbeitung garantieren die optimale Funktion und eine lange Lebensdauer. Billigprodukte aus dem Discounter halten nur selten, was sie versprechen. Darum ist der Fachhandel die beste Anlaufstelle.
Das bietet sich auch wegen der ausführlichen Beratung an, denn Sportbandagen sind sehr vielfältig.
Bandagen zur Vorbeugung von Verletzungen sind anders aufgebaut, als solche, die die Heilung unterstützen sollen. Außerdem gibt es noch für jede Sportart spezielle Bandagen. Sie sind genau auf die jeweiligen Bewegungsabläufe abgestimmt und gewährleisten dadurch besonders guten Schutz.
Bandagen müssen sehr eng am Körper anliegen, um ihre Funktion optimal erfüllen zu können. Dabei dürfen sie jedoch weder rutschen noch reiben. Die richtige Größe und Passform sind entscheidend. Daher sollten Bandagen immer von einem Fachmann ausgesucht und angepasst werden.
Aber Vorsicht! Nicht für jeden sind Bandagen geeignet! Wer unter Allergien und Hautreizungen leidet, kann diese durch das Tragen einer Bandage noch verschlimmern. Auch Personen mit Krampfadern, Stauungsödemen oder arteriellen Gefäßerkrankungen sollten vor dem Kauf von Bandagen zuerst mit dem Arzt Rücksprache halten.

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