Boxen ist ein sehr anspruchsvoller Sport. Nicht umsonst gilt das Ausdauertraining als eines der härtesten überhaupt. Kein Wunder also, dass die Ansprüche bei der Ausrüstung ebenfalls hoch sind. Gute Boxhandschuhe sind dabei das Nonplusultra und müssen perfekt zu ihrem Träger passen. Doch was gibt es beim Kauf überhaupt zu beachten?
Wer sich im Sportgeschäft umschaut, findet zwei Arten von Boxhandschuhen: offene und geschlossene. Bei den geschlossenen ist die ganze Hand des Boxers verpackt, während bei den offenen Handschuhen die Finger frei bleiben. Diese Variante wird meist bei Kampfsportarten eingesetzt, da mit offenen Boxhandschuhen auch Schläge mit der Handkante oder den Fingerspitzen möglich sind. Sie haben jedoch auch eine wesentlich geringere Polsterung. Dadurch werden die Schläge spürbar härter.
Warum sind optimales Gewicht und Bandagen wichtig?
Das Gewicht der Boxhandschuhe ist ein Schlüsselkriterium. Es variiert stark je nach Einsatzgebiet. Generell gilt: Je schwerer ein Boxhandschuh, desto dicker ist seine Polsterung.
Anfänger sollten mit möglichst leichten Modellen beginnen, da diese am wenigsten behindern und ein gutes Einüben der Technik ermöglichen. Mit der Zeit kann dann auf schwerere Boxhandschuhe gewechselt werden. Die dickere Polsterung verteilt die Schlagenergie besser und schont beim Training den Sparring-Partner. Hier soll schließlich an der Technik gefeilt werden und nicht am gegenseitigen k.o.
Anders sieht es bei Wettkämpfen aus. Dabei sind wieder möglichst leichte Boxhandschuhe gefragt. Beim Boxkampf sollen die Schläge möglichst hart sein und perfekt sitzen, damit sie dem Gegner auch ordentlich zusetzen.
Zusätzlich zu den Boxhandschuhen verwenden viele Boxer Bandagen. Diese schützen die Hände zusätzlich vor Verletzungen und sorgen dafür, dass die Boxhandschuhe länger halten. Da Bandagen zudem den Schweiß aufsaugen, bekommen die Handschuhe auch nicht so schnell ein strenges Aroma.
Auch bei den Bandagen gibt es wieder unterschiedliche Arten. Von elastisch bis fest. Am häufigsten werden halbelastische Bandagen verwendet. Sie geben einen guten Halt und lassen sich trotzdem fest binden. Zum Teil ist es auch Geschmackssache, welche Art Bandage einem mehr liegt. Also: Einfach mal ausprobieren.
Ein guter Boxhandschuh steht und fällt mit seiner Verarbeitung
Nach Form, Gewicht und Bandagen wird es Zeit, das Hauptkriterium aller guten Boxhandschuhe zu betrachten: die Qualität. Diese steht und fällt – wie überall – mit hochwertigen Materialien und guter Verarbeitung. Vor dem Kauf also einen kritischen Blick auf die Nähte und Ösen werfen. Ist alles sauber genäht und fest? Locker sitzende oder schlecht verarbeitete Boxhandschuhe können reißen und zu Verletzungen führen. Das Gleiche gilt für den Verschluss.
Augen auf bei Billigprodukten! Sie sind nicht generell schlecht, aber aus Geldersparnis wird hier bei der Verarbeitung besonders gerne ein Auge zugedrückt.
Fazit: gute Boxhandschuhe sollten immer ausgezeichnet verarbeitet sein, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten. Die Wahl von offenen oder geschlossenen Handschuhen richtet sich in der Regel nach der Kampfsportart. Das Gewicht der Boxhandschuhe variiert dagegen je nach Einsatzgebiet. Wer diese Punkte im Hinterkopf behält, wird schnell die richtigen Boxhandschuhe für sich finden.
