Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen beim Freizeitsport. Viele Verletzungen, die dabei davon getragen werden, sind schwer. Besonders Sportarten, die mit hohen Geschwindigkeiten und Sturzgefahr einher gehen, haben immer noch eine traurige Unfallstatistik. Sportarten wie Skifahren, Snowboarden, Downhill und Inlinerfahren sind prädestiniert für schwere Sturzverletzungen. Der Grund liegt auf der Hand: viele Sportler verzichten nach wie vor auf geeignete Protektionsbekleidung. Anders als beispielsweise beim Motocross, wo eine gute Schutzausrüstung Pflicht ist und auch in der Regel voll und ganz von den Fahrern akzeptiert wird.
Aber warum ist das so? Die Gründe sind vielfältig. Selbstüberschätzung, Bequemlichkeit und Unwissenheit sind nur drei davon. Dabei kann Schutzkleidung Leben retten. Sie besteht in der Regel aus einer harten Oberschicht und hochwertigem Dämpfungsmaterial. Dadurch nimmt sie die kinetische Energie auf, die während eines Crashs frei wird und absorbiert sie zum größten Teil. Dadurch werden Knochenbrüche und Verletzungen der Weichteile vermieden.
Spezielle Sportbandagen zum Schutz der Gelenke vor Überbelastung können auch zur Protektionsbekleidung gezählt werden. Besonders häufig werden diese Bandagen zur Prävention der Knie und Sprunggelenke bei Mannschaftssportarten wie Handball, Fußball oder Basketball eingesetzt.
Welche Protektionsbekleidung brauche ich?
Das hängt von der jeweiligen Sportart ab. Generell gibt es Schutzbekleidung für so gut wie jeden Körperbereich. Aber während Radfahrer schon mit einem guten Fahrradhelm bedient sind, gehört zum Downhill ein kompletter Satz.
Körperpartien, die bei schnellen Sportarten auf jeden Fall geschützt werden sollten sind Brust, Rücken und Kopf. Je nach Gefährdung kommen noch Handgelenke, Knie, Schultern und Unterleib dazu.
Der Markt für Protektionsbekleidung ist groß. Die Hersteller lassen sich eine Menge einfallen, um Tragekomfort und Sicherheit optimal unter einen Hut zu bekommen. So gibt es neben den einzelnen Schützern inzwischen Protektionsjacken und -westen, die mehrere Körperpartien auf einmal abdecken. Der Vorteil daran ist die ausgezeichnete Passform. Im Gegensatz zu Schützern, die mit Klettbändern oder Riemen fixiert werden, ist Schutzkleidung in Jacken und Westen fest integriert. Hier kann nichts mehr verrutschen oder locker werden.
Was ist beim Kauf zu beachten?
Protektionsbekleidung sollte generell das GS-Siegel für ‘Geprüfte Sicherheit’ tragen. Das gewährleistet zuverlässigen Schutz, da diese Ausrüstung auf ihre Funktionalität und Sicherheit hin überprüft wurde. Ein TÜV Zeichen bringt zusätzliche Sicherheit.
Die Schützer müssen gut verarbeitet sein. Das bedeutet: saubere Nähte und keine scharfen Kanten.
Je nach Sportart kann es außerdem wichtig sein, dass die Protektionsbekleidung wasserfest ist. Sonst besteht die Gefahr, dass die Halterungen locker werden und die Schützer verrutschen.
Protektionsbekleidung muss immer eine gute Passform haben, bequem sitzen und darf den Träger nicht behindern. Daher empfiehlt sich der Gang ins Fachgeschäft. Hier erhält der Käufer eine umfassende Beratung und kann die Schutzausrüstung vor dem Kauf ausprobieren.
