Geschichte und Zielsetzungen

Durch die Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts kam der Drang nach Bewegung an frischer Luft auf, es war chic, Licht- oder Luftbäder zu nehmen. Die ersten Geräte zum „Heimturnen“ an Rudergeräten und Fahrrädern wurden erfunden.
Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination sind die Ziele eines guten Fitnesstrainings. Es soll zu körperlichem Wohlbefinden führen und zu mehr Leistungsfähigkeit. Die Zivilisationserkrankungen wie Adipositas, daraus resultierende Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rücken- und Gelenkbeschwerden sind nur einige Beispiele, die in einem gesunden Körper gar nicht oder vermindert auftreten. So geht also Fitness einher mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung.
Yoga ist eine uralte Weisheitslehre und wurde früher als esoterisch angehaucht belächelt. Durch die Globalisierung steht man anderen Kulturen offener gegenüber. Es erfolgt eine schrittweise Rückbesinnung auf das individuelle Bewusstsein durch Yoga, Meditation u. ä.
Yoga wirkt immer ganzheitlich. Körper, Atem und Geist sind eng miteinander verbunden und Störungen in einem Bereich beeinflussen die anderen. Yoga dient nicht nur der Entspannung nach einem stressigen Tag, sondern trainiert durch spezielle Übungen gezielt die Muskulatur und bietet so ein effektvolles Training. Bei richtiger Anwendung ist es genauso anstrengend wie das in einem Fitnessstudio.
Fitness vs. Yoga – Gesundheit
Fitnesstraining setzt gezielt beim gesunden Menschen dort an, wo es benötigt oder gewollt wird. Abnehmen beim Übergewichtigen, Muskeltraining nach einer Diät, das begehrte Sixpack beim Mann bis hin zum ausufernden Bodybuilding und der Nahrungsergänzung mit Dopingmitteln oder Anabolika. Aber ein gutes Fitnesstraining beinhaltet ebenso die Behandlung von bereits erkrankten Personen. In Zusammenarbeit mit Ärzten können Adipositas-Patienten unter Berücksichtigung vielleicht vorhandener Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezielt trainiert werden, nach Operationen können Gelenke wieder geschmeidig gemacht werden. Unerlässlich sind Fitnessübungen mittlerweile bei verschiedensten Reha-Maßnahmen.
Yoga ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Atmungsorgane. Durch die Übungen, die bis ins hohe Alter durchgeführt werden können, werden Muskeln, Bänder und Gelenke gedehnt und somit geschmeidig gehalten. Die richtige Atemtechnik harmonisiert die Organe mit der Muskulatur, dies kann gegen Schlafstörungen und bei Verdauungsproblemen helfen und hilft dem allgemeinen Wohlbefinden. Extrem ist das Bikram-Yoga oder Hot-Yoga. Die Übungen werden bei 35-40°C vorgenommen, durch das enorme Schwitzen soll der Körper entgiftet werden und die Wärme soll Gelenke und Wirbelsäule bei der Heilung unterstützen. Power-Yoga trainiert gezielt einzelne Muskeln zur Kraft- und Beweglichkeitsunterstützung, es ist Muskelarbeit (Toning) ohne Einbeziehung der Ganzheitlichkeit.